
Künstler & Sprecher
des World Peace Festivals

Albino Forquilha
Albino Forquilha wurde am 12. Dezember 1968 in dem kleinen Ort Amatongas im Gondola-Bezirk der Provinz Manica geboren, wo er die Grundschule besuchte. Später (1980) wechselte er auf die Jecua-Oberschule an der Grenze von Mosambik zu Simbabwe. Nach dem Einsatz als Kindersoldat wurde Albino Forquilha, dessen Vater im Juli 1970 starb, zur Ausbildung in die damalige DDR geschickt, wo er von 1982 bis 1988 blieb. Dort besuchte er die Oberschule und machte dann eine Berufsausbildung zum Maschinenbauer am Walter-Kessner-Institut in Staßfurt. Zur Zeit studiert Albino Forquilha Soziologie an der Atlantic International University in den USA.
Sein Großvater war ein traditioneller Stammesführer, Mambo genannt, der über ein riesiges Verwaltungsgebiet herrschte, das ursprünglich nach dem Chimoio-Stamm benannt wurde. Die Chimoio essen keine Tierherzen und sind Namensgeber der heutigen Hauptstadt der Manica-Provinz.
Albino Forquilha war das dritte von vier Kindern und der erste von zwei Söhnen. Da sein Vater starb als Albino ein kleiner Junge war, wurde er von seiner Mutter Julieta Catia Meque aufgezogen. In den 60er Jahren war sie aktives Mitglied der Women Organization of Mozambique (OMM) und aktive Kämpferin gegen das Kolonialsystem in Mosambik.
Albino Forquilha war Kindersoldat und später Soldat in der regulären mosambikanischen Armee. Er war nationaler Koordinator des Kindersoldatenprogramms in der Rebuild Hope Association, zu deren grundlegenden Zielen es gehörte, sich bei den Gemeinden und afrikanischen Regierungen dafür einzusetzen, die Einbindung von Kindern in bewaffnete Konflikte zu verbieten. Diese Arbeit gipfelte in der Declaration of Maputo, die im August 1999 ausgehandelt wurde. Es beteiligten sich alle afrikanischen Länder sowie UN-Vertreter.
Albino Forquilha war nationaler Koordinator des Civil Society Disarmament Program bei der Community Intelligence Force (FIC) und später beim Transforming Arms into Ploughshare Program in Zusammenarbeit mit dem Christian Council of Mozambique. In der Zeit wurden in Zusammenarbeit mit der Rachel Operation (einer gemeinsamen Aktion von Mosambik und der Regierung Südafrikas) mehr als 860.000 Waffen eingesammelt und zerstört.
Forquilha setzte sich in diesem Zeitraum für drei grundlegende Belange ein: Versöhnung, Frieden und Sicherheit. Er ermutigte viele Künstler, kaputte Waffen in sinnvolle Skulpturen (Stühle, Tische, Friedenstauben, Lebensbäume u.a.) zu verwandeln, die die Organisation FOMICRES dazu verwendete, um auf regionaler und internationaler Ebene für den Frieden zu werben. In diesem Zusammenhang gab es zahlreiche Ausstellungen auf allen Kontinenten.
Albino Forquilha ist einer der ersten Vertreter der Zivilgesellschaft, der während der Prepcom-Sitzung (Februar 2001) eine Rede vor der UN-Generalversammlung gehalten hat, und zwar über die Bedeutung der Teilnahme der Zivilgesellschaft an DDR-Programmen, vor allem in Post-Konflikt-Ländern.
Albino Forquilha arbeitet seit 2008 für FORMICRES, deren Gründer er ist. Dabei arbeitet er mit betroffenen Gemeinden eng zusammen, um geeignete Modelle für die öffentliche Sicherheit und Verbrechensverhütung zu erarbeiten, die angesichts der zunehmend unsicheren Lage in Mosambik notwendig sind. Ein erster Entwurf (das Dreiecksmodell) ist seit vergangenem Jahr in der Diskussion und wird bereits in einigen Gemeinden angewendet.
Albino Forquilha ist Geschäftsführer von FOMICRES und der erste gewählte Koordinator des Southern Africa NGO Network on Human Security (HumaNet), für das er einer der wichtigsten Förderer ist. Er wurde von Inwent (Deutschland) in Konfliktmediation, -bewältigung und –lösung ausgebildet und ist ein international anerkannter Friedensaktivist.










































