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des World Peace Festivals

Dr. Shirin Ebadi

Dr. Shirin Ebadi

Dr. Shirin Ebadi ist promovierte Juristin und gewann 2003 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für die Einhaltung der Menschenrechte, vor allem der Rechte von Frauen, Kindern und politischen Gefangenen im Iran. Sie ist die erste muslimische Frau, die diese Auszeichnung bekam. Außer ihr bekamen bislang nur vier weitere Muslime überhaupt einen Nobelpreis.

Dr. Ebadi war eine der ersten Richterinnen im Iran. Von 1975 bis 1979 war sie Vorsitzende des Teheraner Stadtgerichtes und übernahm als erste Frau den Vorsitz im Obersten Gerichtshof des Iran. Zusammen mit anderen Richterinnen wurde sie nach der Islamischen Revolution im Februar 1979 von ihren Posten enthoben. In der Folgezeit arbeitete sie als Sekretärin in dem Gericht, das sie zuvor geleitet hatte, bis sie einen Antrag auf vorzeitige Pensionierung stellte. Nachdem sie 1992 ihre Anwaltslizenz bekam, eröffnete Dr. Ebadi eine Privatkanzlei. Als Anwältin übernahm sie viele kontroverse Fälle, verteidigte politische Dissidenten und wurde in der Folge mehrfach verhaftet. Heute ist Dr. Ebadi eine international anerkannte Menschenrechtsaktivistin. Darüber hinaus hat sie im Iran viele nichtstaatliche Organisationen aufgebaut, darunter die Million Signature Campaign, eine Kampagne, die das Ende der legalen Diskriminierung von Frauen in der iranischen Gesetzgebung fordert.

Dr. Ebadi ist auch Universitätsprofessorin. Ihre Menschenrechtsseminare werden häufig von ausländischen Studenten besucht. Die Juristin hat mehr als 70 Artikel und 13 Bücher über diverse Aspekte der Menschenrechtsproblematik veröffentlicht. Einige davon wurden von der UNICEF herausgegeben. 2004 wurde sie vom Forbes Magazine als eine der 100 mächtigsten Frauen der Welt aufgeführt.